Das Wetter und die Berge

Im Dovrefjell befindet sich der Snøhetta, außerhalb Jotunheimens der höchste Berg Norwegens. Die Mautstraße zur DNT-Hütte Snøheim, die inzwischen wiedereröffnet ist (das umgebende Gebiet war bis vor kurzem Militärübungsgebiet), ist für Privatwagen nicht offen, aber es fährt ein Shuttlebus von Hjerkinn dorthin.

Dort angekommen sieht das Wetter vielversprechend aus. Die Bergspitzen berühren zwar die Wolken, aber die Wettervorhersage lässt annehmen, dass es so bleibt. 10:25 Uhr

P7051206Der Weg ist gut markiert, zwischendurch muss ein Fluss auf den größeren der Steine überquert werden, dann auch mal Streifen von Schnee. Der Blick zurück kurz nach 11 Uhr zeigt dramatisch graue Wolken:

P7051212Eine halber Stunde später ist es nicht besser: der feine Nieselregen ist jetzt mit kleinen Schneeflöckechen durchmischt. Die Bergspitzen sind nicht mehr zu erkennen.

P7051215Nach weiteren 20 Minuten kommen uns Norweger entgegen. „Wir gehen jetzt zurück, das ist ja aussichtslos. Auf dem Weg nach oben sind aber mindestens noch acht bis zehn weitere Wanderer.“ Klingt vernünftig. Kurz darauf drehen wir auch um, vom Schneeregen haben wir ohnehin genug. Das letzte Bild zeigt noch einmal die Landschaft, in der Ferne sind Gletscherseen zu erkennen.

P7051219Wieder zurück in der DNT-Hütte gibt es erst einmal Waffeln und Kaffee. Übrigens: eine Stunde später, als der erste Nachmittagsbus zurückfährt, scheint hier wieder die Sonne.

Alter Bahnhof, neuer Zug

P7041175Aufnahme in Hjerkinn, Norwegen

69 Grad nördliche Breite

In der Jahresmitte haben es norwegische Geister schwer, welche das Licht fürchten, denn nördlich des Polarkreises (der bei 66,57 Grad liegt) wird es zur Geisterstunde nicht dunkel. Die Sonne bleibt ein gutes Stück über dem Horizont, verfärbt sich hellorange und beleuchtet alles von der Seite – eine romantische Stimmung!

P7010941Aufnahme in Bleik / Vesterålen um 00:49 Uhr

Gletschertopf

In Norwegen findet man auf den Lofoten nur wenige hundert Meter östlich von Nesland Gletschertöpfe im Felsgestein, die durch die abschmelzenden Gletscher hineingefräst wurden: kreisrunde Löcher wie große Badezuber. Im Bild ist vorne links einer zu sehen.

P6250302Hier aus der Nähe:P6250299

Sankt-Hans-Aften

Am Vorabend des Johannistages („Sankthansaften“), also am 23. Juni, brennen die Mittsommerfeuer in Norwegen; in der Ferne verteilt sich der Rauch fast waagerecht in einiger Höhe, da kaum ein Lüftchen weht. Ort: Kabelvåg / Lofoten

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nochmal Fisch

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… aufgenommen in Stockholm (nystekt Strömming = frischgebratener Ostseehering)

Verhältnis Brot zu Auflage

Bei norwegischem Graved Lachs darf das Verhältnis schon mal zu ungunsten des Brotes sein 😛

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Fernweh

Eine ungemütliche Straßenecke, verständlich dass der Blick da in die Ferne schweift …

P6100088_Fernweh

Klatschmohn

Wenn ich spätnachmittags von der Arbeit nach Hause kam, wunderte ich mich, dass der Klatschmohn (Papaver rhoeas) gar nicht so richtig blüht. Stimmt aber gar nicht: Die hellroten Blüten, die sich in der Frühe öffnen, halten bei dem aktuell sehr sommerlichen Wetter einfach nur Stunden und haben abends ihre Blütenblätter meist schon verloren. Am Wochenende habe ich aber die Chance, die zarten Gebilde vollständig zu sehen:

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Natur durch alte Linsen

Zwischendurch juckt es in den Fingern, mal wieder mit Objektiven zu fotografieren, die schon lange Oldies sind. Das erste Bild entstand mit dem 45 Jahre alten SMC-Takumar 55mm/1.8, die beiden anderen mit dem noch etwas älteren Macro-Takumar 50mm/4, adaptiert auf eine Fuji mit APS-C-Sensor bzw. adpatiert an eine Olympus mit dem kleineren Micro-Four-Thirds-Format.

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